Showlaser

V-NISSG
Laserleitlinie befolgen
Grenzwerte einhalten
Veranstaltung melden


V-NISSG

Die Verordnung zum Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und Schall (V-NISSG) legt Grenzwerte und Rahmenbedingungen fest, um gesundheitliche Schäden durch Schall und Laser bei Veranstaltungen zu verhindern. Sie gilt bei Veranstaltungen (Discos, Konzerten, Festivals etc.) im Freien oder in Gebäuden. Bis am 1.12.2020 können Veranstaltungen mit Lasereinrichtung der Klasse 1M, 2M, 3R, 3B oder 4 noch nach der SLV durchgeführt und der kantonalen Behörde gemeldet werden. Danach sind die Meldungen beim Bundesamt für Gesundheit einzureichen.

Der 3. Abschnitt und Anhang 3 der V-NISSG behandeln Veranstaltungen mit Laserstrahlung.

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Laserleitlinie befolgen

Design, Installation und Betrieb einer Laseranlage sind durch erfahrene und gut ausgebildete Personen vorzunehmen. Beim Aufbau und Betrieb der Laseranlage muss die Laserleitlinie befolgt werden (IEC 60825-3). Der oder die Lasersicherheitsverantwortliche muss am Veranstaltungsort über ein Sicherheitsdossier der Laservorführung verfügen, das vollständig und detailliert darüber Auskunft gibt, wie die Lasersicherheit gewährleistet wird. Das Sicherheitsdossier ist in allen Realisierungsphasen der Laservorführung (Entwurf, Planung, Installation, Einstellung, Anpassung und Betrieb) zu aktualisieren.

Folgende Punkte müssen zur Sicherheit des Publikums bei Laserveranstaltungen jeder Art eingehalten werden:

  • Die Installation, die Inbetriebnahme sowie die Überwachung der Laseranlage erfolgt durch fachlich qualifiziertes Personal.
  • Die Laseranlage ist mit einem Schloss oder Code versehen.
  • Die Laseranlage ist für das Publikum unzugänglich.
  • Die Laseranlage inkl. Zubehör (z.B. externe Spiegel) ist so fixiert, dass sie durch unerwartete Ereignisse nicht verstellt werden kann.
  • Die Laseranlage ist mit einem Not-Aus-Schalter versehen.
  • Das Publikum ist nicht durch Reflexionen an spiegelnden Gegenständen gefährdet.
  • Während einer Veranstaltung dürfen keine Neueinstellungen oder Korrekturen am Strahlverlauf vorgenommen werden.
  • In einem Notfall (z.B. Stromunterbruch) muss der direkte Einzelstrahl mindestens oberhalb 2,5 Meter in Gebäuden und 5 Meter im Freien verlaufen und/oder durch einen Beamshutter (Austrittssperre) abgefangen werden.
  • Gelangen während einer Veranstaltung Strahlen aus Effekten in den Publikumsbereich, muss die Unbedenklichkeit nachgewiesen und/oder begründet werden.
  • Je nach Situation muss mit Laserwarnschildern und Laserdaten auf die Gefahr von Laserstrahlen aufmerksam gemacht werden.

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Grenzwerte einhalten

Die Laserstrahlung darf im Publikumsbereich nicht stärker als die maximal zulässige Bestrahlung (MZB-Werte) nach der Norm IEC 60825-1 sein. Unter Publikumsbereich versteht man den Raum bis 3 Meter oberhalb und 2,5 Meter seitlich der Flächen, auf denen sich das Publikum aufhalten kann. Verlaufen die Laserstrahlen nicht im Publikumsbereich, besteht keine Gefahr für das Publikum, sofern der Laser stabil montiert ist und sich keine spiegelnden Gegenstände im Strahlverlauf befinden.
Laser-Einrichtungen für Show- oder Projektionszwecke (PDF)

Messung in Echtzeit mit LASRA

Bisher war es sehr schwierig, das Gefährdungspotential einer kompletten Lasershow zu beurteilen. Deshalb hat das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein neues Beurteilungssystem entwickelt: den Laser Show Risk Analyzer (LASRA). Der LASRA erlaubt es, vor Ort die geplante Lasershow in ihrer Gesamtheit im Publikumsbereich zu messen und überprüfen. Überschreitet die Show den Grenzwert, kann mit den Veranstaltern nach Lösungen gesucht werden. Oft reichen kleine technische Anpassungen, um das Risiko zu minimieren und die Grenzwerte der V-NISSG einzuhalten. So lassen sich ohne Verbot sichere Lasershows betreiben.

 

Video 1: "Einstein" vom 9.1.2014 zum Thema: Gefährliche Lasershows

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Veranstaltung melden

Veranstaltungen mit Laseranlagen der Klasse 1M, 2M, 3R, 3B oder 4 müssen der Vollzugsbehörde bis spätestens 14 Tage vor der Veranstaltung gemeldet werden. Falls die Meldestelle nicht über ein separates Meldeformular verfügt, muss in der Meldung mindestens angegeben werden:

  • Ort und Art der Veranstaltung
  • Datum, Beginn und Dauer der Veranstaltung
  • Name und Adresse der Veranstalterin oder des Veranstalters
  • Ort und Zeit des Einsatzes der Laseranlagen
  • Klassierung der einzusetzenden Laseranlagen
  • Informationen, ob Laserstrahlen während der Veranstaltung direkt oder indirekt innerhalb des Publikumsbereichs verlaufen
  • Plan des Veranstaltungsortes mit Publikumsbereich und allen Sicherheitsabständen
  • Name und Erreichbarkeit der verantwortlichen Person an der Veranstaltung

Das BAG informiert mit der Publikation "Lasershows und andere Veranstaltungen mit Laser" unter anderem über Massnahmen und Anforderungen für die Planung, die Installation und den Betrieb einer Laserveranstaltung.

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Lasershow Abbildung 1: Für Lasershows ist die Schall und Laserverordnung massgebend Lasershow
Abbildung 2: LASRA ermöglicht es die Lasershow vor Ort im Publikumsbereich zu messen. Lasershow Abbildung 3: Lasershows müssen der zuständigen Behörde mindestens 14 Tage im Voraus gemeldet werden