Gehörschützer

Übersicht Gehörschützer
Schaumstoffpfropfen (Typ A)
Vorgeformte Gehörschützer (Typ B)
Vorgeformte musikoptimierte Gehörschützer (Typ C)
Otoplastische Gehörschützer (Typ D)

Übersicht Gehörschützer

Gehörschützer lassen sich in vier Typen (A, B, C, D) unterscheiden. In Abbildung 1 sind die Dämmungseigenschaften der einzelnen Gehörschützer von Kategorie A bis C zusammengefasst. Es ist zu beachten, dass die realen Dämmwerte bis zu 6 dB von den Herstellerangaben abweichen können. Daher ist eine regelmässige Funktionskontrolle unerlässlich.

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Schaumstoffpfropfen (Typ A)

Schaumstoffpfropfen bestehen aus Dehnschaumstoff und sind in diversen Grössen zu kaufen.
Gebrauchsanweisung: Zusammendrücken, in Gehörgang einführen und 30 Sekunden warten bis sie fixiert sind.

Vorteile:

  • Preiswert
  • Werden an Veranstaltungen oft gratis abgegeben
  • Bieten guten Schutz (Dämmwerte zwischen 20 dB und 30 dB, je nach Frequenz)

Nachteile:

  • Klangverfälschung: Hohe Frequenzen werden stärker gedämmt als niedrige (dies kann bei grellem Sound aber auch gewünscht sein)
  • Bei unsachgemässer Verwendung rasch keine volle Schutzwirkung mehr

Fazit:
Schaumstoffpfropfen sind bei richtiger Anwendung eine gute und günstige Wahl. Abstriche gibt es bei der Klangqualität.

Beispiel:
Classic II von EAR (Abbildung 2)

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Vorgeformte Gehörschützer (Typ B)

Vorgeformte Gehörschützer haben eine an einen durchschnittlichen Gehörgang angepasste Universalform. Beim Einsetzen in den Gehörgang passen sie sich dank ihren Lamellen an.

Vorteile:

  • Bessere Klangqualität als Schaumstoffpfropfen des Typs A
  • leicht einsetzbar
  • Können abgewaschen und wiederverwendet werden
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Nachteile:

  • Werden selten gratis abgegeben
  • Dämmkurve nicht musikoptimiert

Fazit:
Vorgeformte Gehörschützer bieten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis für Musikgeniesser/-innen mit kleinem Budget.

Beispiel:
EAR Ultrafit (Abbildung 3)

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Vorgeformte musikoptimierte Gehörschützer (Typ C)

Vorgeformte musikoptimierte Gehörschützer sind ähnlich geformt wie vorgeformte Gehörschützer des Typs B, verfügen zusätzlich aber über einen eingebauten Filter.

Vorteil:

  • Bessere Klangwahrnehmung als bei Gehörschützern des Typs B

Nachteil:

  • Preis (ca. 25 Fr. pro Paar)

Fazit:
Vorgeformte musikoptimierte Gehörschützer bieten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis für Musiker/-innen und Musikgeniesser/-innen.

Beispiel:
Elacin ER-20S (Abbildung 4) oder Ultratech

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Otoplastische Gehörschützer (Typ D)

Otoplastische Gehörschützer bestehen aus Silikon und werden mittels Abguss individuell an den Gehörgang angepasst. Sie enthalten ein Bohrloch, welches mit einem Filter abgedeckt wird, und sind bei Hörgeräteakustikern oder Spezialfirmen erhältlich.

Vorteile:

  • Musikoptimierte Dämmeigenschaften
  • Hoher Tragekomfort
  • Austauschbare Filter mit unterschiedlich starker Dämmung
  • Geringer Okklusionseffekt (unangenehme Schallblockierung) bei tiefsitzenden Otoplastiken
  • In-Ear Monitoring möglich

Nachteile:

  • Hoher Preis (ab 230 Fr. pro Paar)
  • Musizieren mit Otoplastiken trotz flacher Dämmkurve gewöhnungsbedürftig

Fazit:
Otoplastische Gehörschützer eignen sich für Musiker/-innen und Musikgeniesser/-innen mit hohem Anspruch.

Beispiel:
Elacin: Von dieser Marke stehen die drei Gehörschutzfiltertypen ER-9, ER-15 und ER-25 zur Auswahl. Sie senken den Schallpegel um 9, 15 bzw. 25 dB. Die geringsten Veränderungen im Klangeindruck erzeugt hierbei der ER-15.

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Tabelle Dämmkurven Abbildung 1: Übersicht über die Dämmeigenschaften ausgewählter Gehörschützer

Gehörschutzpfropfen Typ A Abbildung 2: Schaumstoffpfropfen (Typ A) Gehörschutzpfropfen Typ B Abbildung 3: Vorgeformte Gehörschützer (Typ B)

Gehörschutzpfropfen Typ C Abbildung 4: Vorgeformte musikoptimierte Gehörschützer (Typ C)

Gehörschutzpfropfen Typ D Abbildung 5: Otoplastische Gehörschützer (Typ D)